Grav – Das beste Flat-File-CMS 2019

Klar schreibe und veröffentliche ich hier einen Blogbeitrag in einem Content-Management-System was mehr oder weniger den Markt beherrscht und nichts mit einem Flat-File-CMS zu tun hat. Dennoch schaue ich auch immer wieder mal über den digitalen Tellerrand und informiere mich über Alternativen zu dem Webdesign Workflow, der sich über die Jahre eingeschliffen hat.

Diesmal schreibe ich über Grav, einem Flat-File-CMS eines ehemaligen Joomla Entwicklers, das mittlerweile zum zweiten Mal den Award zum besten Flat-File-CMS des Jahres eingeheimst hat.

Dabei habe ich Grav schon diverse Male getestet und sogar einen eigenen Blog damit betrieben. Mittlerweile bin ich sogar soweit, dass ich auch eine neue Business Website damit gestalten will.

Flat-File-CMS Grav

Was mich an Grav reizt

Grav ist für mich ein bisschen wie der weiße Wal in Moby Dick. Einmal damit befasst, jagt man dem ganzen exzessiv nach. Das ging mir persönlich vor meinem Umstieg auf Linux so, und jetzt eben wieder mit Grav. Dabei bin ich einfach kein großer Freund von Monopolen. Zudem muss ich auch immer irgendwie in Bewegung bleiben.

Wobei WordPress wirklich eine tolle Plattform und ein tolles CMS ist. Es wird stetig weiterentwickelt und hat mit Gutenberg einen mächtigen Editor bekommen, mit dem sich Websiten schnell und zielgenau entwickeln lassen.

Darüber hinaus haben sich auch viele Plugins und besonders ein Theme für mich als Basis hevorgetan. Von diesen müsste ich mich dann wohl oder übel verabschieden.

Grav bringt aber ein vollkommen eigenes Set an Plugins und Themes mit. Viele Funktionen wofür man unter WordPress noch Plugins installieren muss, sind aber bei Grav schon mit eingebaut. So entfällt die Notwendigkeit Caching-Plugins zu installieren. Auch dank des intendierten Fehlens einer relationalen Datenbank ist Grav, oder generell ein Flat-File-CMS, schneller als der Monopolist WordPress.

Für SEO ist Grav bestens gerüstet und so lassen sich Descriptions, Titles und Opengraph Daten direkt für jede Seite definieren. Auch für die ganze Website an sich lassen sich Title und Description einstellen.

Weiterleitungen kann Grav auch von Haus aus selber. Sollte aber doch eine Funktion fehlen, kann man diese auch durch Plugins nachrüsten. Wenn kein Plugin zur Verfügung steht, freut sich die Community natürlich über Plugins die man selber neu erstellt um Funktionen nachzurüsten.

Grav – Von der Einrichtung bis zur eigenen Seite

Grav ist in vielen Bereichen fast einfacher als WordPress. Dennoch sollte man sich etwas mehr in die Materie einarbeiten als beim großen Konkurrenten im Bereich der Content-Management-Systeme.

Grav lässt sich als Archiv herunterladen, auf den Server pushen und entpacken. Danach ist es in der Regel direkt einsetzbar. Bei den Paketen die man von der Grav Homepage laden kann, lässt es sich zwischen verschiedenen Konfigurationen wählen. Wer den Umgang mit einem Backend, ähnlich dem von WordPress gewohnt ist, kann auch bei Grav ein Backend mit installieren.

Das Grav Admin Dashboard

Aber auch das genaue Gegenteil ist der Fall. Grav lässt sich auch wunderbar komplett im Terminal administrieren und selbst Texte lassen sich so einstellen. Dabei basiert Grav auf Ordnern und Dateien, welche sich mit Markdown formatieren lassen.

Es gibt auch Pakete welche direkt mit Theme und Plugins installiert werden können. So genannte Skeletons bringen eigentlich alles mit um schnell eine eigene Website auf den Server zu pushen. Einmal via sftp hochladen und am Backend anmelden.

Grav basiert übrigens auf PHP, Symfony und baut auf CSS Frameworks wie Bootstrap.

Mit Grav zur Business Website

Einerseits ist Grav zwar mehr Arbeit aber es lassen sich damit passgenaue Seiten oder Blogs erstellen und die Lernkurve verleitet dazu sich tiefer in die Materie einzuarbeiten. Dafür bietet das Flat-File-CMS aber eine wunderbare Community. Auch mit Theme- und Plugin-Autoren lässt es sich einfach in Kontakt treten und oftmals pflegen sie sogar angestrebte Änderungen willig ein.

Neben Grav gibt es natürlich noch andere Content-Management-Systeme die ohne eigene Datenbank auskommen. Zu nennen wären dabei zum Beispiel Kirby, Statamic und andere. Dabei ist Grav einerseits Open-Source und vor allem kostenlos.

Ich mache mir auf jeden Fall Gedanken über eine Business Website auf Basis von Grav. Warum nicht auch mal über den Tellerrand hinaus schauen?

Benny
Benny

SEO, Local Guide, Webdesigner, Blogger und Teil der Werbeagentur Bremen fragbenny.