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Webseite mit WordPress erstellen

Aller Anfang ist schwer. Das stimmt natürlich in vielen Bereichen und auch beim Webdesign und der Erstellung von Webseiten ist das nicht anders. Wie man mit WordPress gute Ergebnisse erzielt und wie man effektiv Fehler mit WordPress vermeidet, das findet ihr hier heraus.

Vielleicht mal von Anfang an. Viele wissen ja gar nicht so genau was WordPress überhaupt ist und verwechseln es im schlimmsten Fall sogar mit wordpress.com. WordPress ist ein freies (Open Source) Content Management System. Also ein System, welches die Distribution von Inhalten wie Texten, Bildern, etc. ermöglicht. Erstmalig erschien WordPress 2003 und war doch eher für Blogs gedacht. Mittlerweile basieren fast 30% aller Webseiten weltweit auf WordPress. Egal ob Reiseblog, Unternehmenswebseite oder Webshop. Mit WordPress lässt sich eigentlich alles machen.

Webseite von WordPress - Webseite mit WordPress erstellen

Technisch ist WordPress ein Content Management System, welches auf PHP fußt und eine relationale Datenbank (MySQL, MariaDB) benötigt. Dass das nicht immer nur Vorteile hat, wird spätestens bei einem Domainumzug ersichtlich. Auch die Geschwindigkeit leidet ein bisschen unter dem Einsatz einer Datenbank. Wie es anders geht habe ich ja schon in einem Beitrag  über Grav geschrieben.

WordPress 5.0 steht vor der Tür und ich wollte diesem vielseitigen CMS einen Beitrag widmen. Auch weil meine Webseite auf WordPress basiert und ich über die Jahre schon einige Erfahrungen mit WordPress machen konnte. Dabei ging natürlich nicht immer alles glatt und meine Webseite hat schon des Öfteren mal ein neues Theme, Bilder und Inhalte bekommen.


Webseite mit WordPress – Wie anfangen?

Wer nun eine Webseite mit WordPress erstellen will, muss natürlich erstmal mit der Hostersuche anfangen. Da würde ich im Zweifelsfall lieber etwas genauer hinschauen und auch etwas mehr Geld in die Hand nehmen. Ich habe damals den Fehler gemacht, zu einem Domainanbieter zu gehen, der mehr oder weniger nur ein Webhosting Paket hatte. Dass deren Hauptgeschäft nicht im Hosting liegt war dann auch schnell klar. Das fiel mir so lange nicht auf, wie ich mich eben noch nicht eingehender mit WordPress, Webseiten und SEO beschäftigt habe.

Da also am besten vorher ein Bild machen, was bei den Hostern zum Einsatz kommt. Am besten ist einer, der auf SSDs setzt, PHP 7.x einsetzt und auch Gimmicks wie mod_pagespeed, http2 erlaubt. SSL zähle ich jetzt mal nicht dazu, das sollte Standard sein! Da fallen schon viele Hoster raus oder es wird etwas teurer. Generell kann man natürlich auch bei Anbietern wie Digital Ocean seinen eigenen Server aufsetzen. Dann ist eigentlich auch alles möglich, nur die Wartung bleibt an einem selber hängen. Empfehlen kann ich das übrigens auch nur Nutzern, die ihren Server auch selber absichern können.

Webseite mit WordPress, gehostet auf Digital Ocean?
Die Droplets von Digital Ocean, darauf baut die Webseite mit WordPress auf.

Webseite mit WordPress einstellen

Bei vielen Hostern kann man eine Webseite mit WordPress einfach via 1-Klick aufsetzen. Das heißt, es wird ein vorkonfiguriertes Image für den Zweck auf dem Webspace entpackt. Das ist auch in Ordnung, aber es muss noch viel gemacht werden, damit man ein gutes Ergebnis erzielt.

Als erstes legt man einen Benutzer (nicht Admin) mit starkem Passwort an und geht die weiteren Einstellungen von WordPress durch. Ich denke da zum Beispiel an den Titel der Webseite, das generelle Erlauben oder Verbieten von Kommentaren und die Schreibweise der Domain (mit oder ohne www?).

Auch die Struktur der Permalinks ist entscheidend. Generische Kategorie-Einschübe im Sinne von /KategorieXY/ würde ich vermeiden. Am besten sind Seiten und auch Beiträge direkt hinter dem Slash nach dem Domainnamen. Permalinks beim Anlegen von Unterseiten sind sowieso entscheidend. Alles andere an einer Unterseite lässt sich später auch noch anpassen oder ändern. Ein Permalink zwar auch, aber das geht direkt aufs Ranking und muss mit nervigen Umleitungen temporär gefixt werden.

So sieht die Webseite mit WordPress im Backend aus. Hier die Einstellungen rund um den Titel der Webseite.
So sieht die Webseite mit WordPress im Backend aus. Hier die Einstellungen rund um den Permalink der Seite.

Webseite mit WordPress – Theme

Die Seite steht jetzt erst einmal technisch. Aber sieht so ziemlich nach nichts aus, wenn man sie unter der Domain ansteuert. Es fehlt natürlich noch einiges. Angefangen bei einem schlanken Theme, über Plugins, bis hin zum Feinschliff (Farben, Schriftart). Über den Inhalt schreibe ich hier erstmal noch nicht. Das hebe ich mir für einen weiteren Blogpost auf.

Ich würde auf jeden Fall ein schlankes Theme empfehlen, welches regelmäßig Updates bekommt und nicht auf einen Pagebuilder setzt! Den bekommt man mit WordPress 5.0 und Gutenberg gratis dazu! Eine Empfehlung geht ganz klar an Generatepress, eine Entdeckung, die mein Kollege Michael Rong dieses Jahr gemacht hat.

Generatepress ist ein schlankes, leanes Theme, welches sich wunderbar erweitern und umgestalten lässt. Es ist flexibel und auch direkt SEO konform, out of the box quasi. Es gibt eine Möglichkeit das free theme auf Pro upzugraden und das kostet schlanke 39 Euro. Das würde ich auf jeden Fall wieder kaufen.

Generatepress als Theme für eine Webseite mit WordPress.

Generatepress Tipp

Ich bin ein großer Freund von Generatepress und mag einfach die saubere, klare Struktur des Themes. Der Entwickler versteht sein Handwerk einfach und pflegt sein Theme regelmäßig. Zum Beispiel ist das Theme vollkommen kompatibel zu WordPress 5.0 mit Gutenberg.

Er hat aber noch andere Plugins am Start. So zum Beispiel ein schlankes Social Media Widget Plugin. Er gibt aber auch Empfehlungen raus, wie man eine Webseite mit Generatepress auf Geschwindigkeit trimmt.


Webseite mit WordPress absichern

Eine Webseite sollte schnell sein, eine Webseite sollte schick sein aber eine Webseite sollte auch sicher sein. Nicht nur die Nutzer, die sich dort aufhalten und eigene Daten eingeben sollten geschützt werden, sondern die Webseite muss natürlich auch gegen Angriffe abgesichert werden. Oftmals werden WordPress Webseiten gekapert und als Spam Bots missbraucht. Deswegen hier eine Empfehlung für ein Plugin zum Absichern.

iThemes zum Absichern von WordPress

Ich benutze zum Absichern von WordPress iThemes. Das ist ein Plugin was schon ziemlich viel mitbringt. Vom Verstecken des Backends, über den Schutz von Systemdateien (.htaccess), bis hin zum Deaktivieren von obsoleten Funktionen. iThemes sichert die Webseite grundlegend ab und verhindert zum Beispiel auch den Zugriff, wenn eine Webseite von einer IP Adresse „angegriffen“ wird. Dann landet die IP auch mal schnell in einer Blockliste. iThemes beherrscht aber auch Datenbank Backups und verschickt diese, genauso wie generelle Sicherheitsnachrichten, an die eigene Mailadresse.

iThemes ist ein Plugin, was es auch in einer Pro Variante gibt. Grundlegend reicht aber auch die Verwendung in der freien Version. Auf andere WordPress Plugins zum Absichern kann man aber verzichten.

iThemes zum Absichern einer Webseite mit WordPress

Tipps zum Optimieren von WordPress

Jetzt steht die Webseite und ist auch grundlegend abgesichert aber es fehlt natürlich noch einiges. Ich schreibe demnächst noch einen Beitrag über das Optimieren von WordPress. Gerne lege ich natürlich noch meinen letzten Blogbeitrag über 5 kostenlose SEO Tools ans Herz. Darunter auch die Webseite web.dev, die für mich Grund genug war auch nochmal an der Geschwindigkeit zu schrauben und das Ergebnis bekommt ihr noch zu lesen!

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