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Webdesign mit Open Source

Webdesign und Open Source haben, zumindest den ersten Gedanken nach, nicht viel miteinander zu tun. Dass Webdesign aber ohne Open Source so nicht denkbar wäre ohne Open Source und generell viele tolle FOSS Projekte, dass soll folgender Beitrag nochmal ins Gedächtnis rufen. Ich möchte aber natürlich auch ein paar tolle Projekte und CMS vorstellen.

Webdesign mit Open Source: CMS

Ich schreibe hier explizit über CMS, also Content Management Systeme und nicht über Webseiten Baukästen, die euch sicher viel Arbeit abnehmen, aber den Umzug auf eine neue Domain oder Hoster unnötig erschweren (walled garden), nur beschränkte Optionen mitbringen und generell ziemlich eindimensional sind. Auch die Preise von solchen Baukästen sind oft unverhältnismäßig hoch.

WordPress

Vielleicht mal direkt angefangen bei den CMS. Das bekannteste CMS ist WordPress. Ein CMS ohne, dass das Internet nicht so aussähe wie es aussieht. Es ist zwar nicht immer das richtige CMS, oftmals vielleicht auch zu schwerfällig und immer öfter auch Ziel direkter Angriffe, aber dennoch ist es das weitest verbreitete Content Management System. Es ist zudem unheimlich flexibel und bietet eigentlich für jeden Zweck was an. Dazu kommen noch Quadrillionen an Plugins und Themes womit sich die eigene Webseite verändern lässt. Wer nichts falsch machen will, greift zu diesem Open Source CMS. Vorsicht ist aber geboten bei der gleichnamigen .com Domain. Dort lässt es sich zwar schnell einen eigenen Blog erstellen aber man ist nicht ganz Herr der eigenen Seite. Also lieber Domain bei einem Hoster sichern und WordPress dort aufsetzen.

Ich schreibe den Beitrag auch gerade mit dem neuen Editor Gutenberg und muss sagen, dass damit WordPress auch nochmal einen Schritt in die richtige Richtung macht. Also gern mal ausprobieren.

Grav

Es gibt natürlich einige andere CMS aber ich stell hier erstmal meine Favoriten vor. Bei einem Flat File CMS, also einem CMS auf Dateien basierend und ohne eigene Datenbank setze ich auf Grav. Warum? Weil es schnell und  suchmaschinenoptimiert ist, Caching Optionen mitbringt und dazu auch noch schick aussieht. Es bietet auch Themes und Plugins die sich direkt installieren lassen. Ein Umzug auf eine neue Domain oder zu einem anderen Hoster ist mit Grav auch kein Problem. Einfach das Verzeichnis zippen und herunterladen. Danach lässt es sich einfach beim neuen Hoster entpacken und ist direkt wieder am Start.

Grav ist ein Beispiel für Webdesign mit Open Source

Tools

Atom Editor

Wenn ich mal CSS, HMTL oder PHP bearbeiten muss weil Theme oder Plugin nicht das machen, was ich möchte, dann greife ich zum Atom Editor. Einem umfangreichen Tool, der nicht nur Markdown beherrscht sondern auch direkt ne Syntax erkennt und dementsprechend highlighted.

Atom läuft mit Electron und ist auf vielen Betriebssystemen lauffähig. Der Atom Editor beherrscht neben Markup Languages auch Programmiersprachen und das nicht zu knapp. Zudem lassen sich ne Menge Plugins installieren um das Arbeiten noch angenehmer zu gestalten.

Atom Editor für das Webdesign mit Open Source

Content

Schriften / Fonts

Oftmals will man ja nicht bei den Standard Schriften bleiben, die ein Theme so mitbringt. Dann ist die Frage, welche man nimmt und vor allem unter welcher Lizenz die Schrift der Wahl steht. Viele Schrift müssen vorher käuflich erworben werden und stehen unter einer Lizenz, die die gewerbliche Nutzung einschränkt. Große Ausnahme sind die Open Source Fonts, die bei Google Webfonts zu finden sind. Diese lassen sich in aller Regel einfach verwenden. Dennoch auch da zumindest kurz die Lizenz nachschlagen und ggf. die Bedingungen unter welche die verwendet werden dürfen checken.

Bilder

Bei Bildern kann man die meisten Fehler machen. CC oder Creative Commons heißt nicht, dass man die unter dieser Lizenz stehenden Bilder frei verwenden darf. Dort gibt es zum Beispiel Abstufungen, die eine Namensnennung und die Angabe der Lizenz erfordern. Wem das zu viel Aufwand sein sollte oder wer generell auf Nummer sicher gehen möchte, der greift am besten direkt auf Portale zurück auf denen die Bilder gemeinfrei sind. Auf Englisch heißt das public domain. Ein Portal was ich sehr gern benutze ist Unsplash.com. Dort gibt es nicht nur gemeinfreie Bilder sondern diese sind auch handwerklich sehr gut und eignen sich auch als Stock Fotografien.

Vielleicht ist das ein oder andere, von dem oben erwähnten jetzt eine Anregung doch von fertigen Baukästen weg zu gehen und sich mit Open Source eine schicke und schnelle Webseite zu basteln. Und klar ist auch, dass ich jetzt eine gefühlte Milliarde Projekte und Seiten ausgespart, und eben nur über meine Favoriten im Webdesign geschrieben habe. Schreibt gern eure Tools und CMS als Kommentare unter den Beitrag bei Facebook, Mastodon oder Twitter.