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Ubuntu 18.10 unspektakulär spektakulär

Was lange braucht wird endlich gut. Mit Ubuntu 18.10 zeigt Canonical warum es die richtige Entscheidung war Abschied von der Eigenentwicklung Unity zu nehmen und sich Gnome zuzuwenden.

Mit Optik fängt man Nutzer

…oder so ähnlich lautet eine bekannte Weisheit. Vielen Nutzern von Computer und Smartphone ist eben egal, was drin steckt oder ob die Quellen frei sind. Diese Nutzer bekommt man eben nur mit Optik und Funktionen ins Boot. Ubuntu 18.10 beherzigt das in einer Art, wie man es sonst nur von kommerziell / proprietären Systemen (MacOS) kennt. Windows 10 klammer ich mal bewusst aus. Die machen ja sowieso was sie wollen, egal ob der Benutzer das mag oder nicht (Metro *hust*).

Dass sogar Firmen sich manche Sachen von Linux und dessen Desktops abguckt, sieht man nicht zum Schluß am neuen Dark Mode von Apples Mac OS Mojave. Wobei Apple nicht zum ersten Mal rüberschielt: Stichwort Ubuntu Store als erster Software Store am Desktop.

Ubuntu 18.10 & Gnome

Gnome macht in den letzten Jahren einfach vieles richtig, nachdem es auch lange karge und kritikreiche Jahre gegeben hat. Nachdem viele Funktionen raus gestrichen wurden, ziehen diese nach und nach wieder in weniger und einfachere Menüs wieder ein. Dass Ubuntu nun auch seit Version 17.10 wieder auf Gnome setzt ist sehr positiv für Gnome und Ubuntu zugleich. Mit Version 18.10 sieht man auch besser, dass neben Gnome auch immer etwas Platz für eigene Ideen ist, auch wenn man auf Gnome aufbaut. Man bekommt so einen gepflegten Desktop in einem Ubuntu „Flavour“.

Neue Knöppe braucht das Land

Ubuntu 18.10 mit neuen Icons

Ein Grund, dass ich diesen Beitrag jetzt schreibe, ist der erste Einsatz von Ubuntu 18.10 auf einem älteren Laptop, den ich sowieso neu machen wollte. Ich hab frecherweise einfach heute …am 17. Oktober schon Ubuntu 18.10 installiert und wurde von neuen Icons und Button überall überrascht. Ich wusste zwar, dass das Community Theme kommen wird, ich hatte es aber nicht ganz so schick und stimmig in Erinnerung. Jetzt muss ich muss sagen, Ubuntu wird echt immer schicker und vor allem kongruenter. Es passt wieder alles etwas besser zusammen und so holt man sich verprellte Nutzer von Mac OS und Windows!

Die Überschrift des Blogbeitrags soll aber auch noch was anderes verdeutlichen. Ubuntu braucht nicht mehr den großen Bruch. Der wurde erfolgreich vollzogen. Jetzt wird geschliffen bis alles glatt ist und so langsam hat man einen guten Stand erreicht. Ich bin zwar aktuell Fedora Nutzer aber liebäugele gerade wieder mit einem Umzug auf Ubuntu.

Pakete, Pakete, Pakete

Ubuntu benutzt zwar weiterhin ein eigenes Paketformat mit Snap Packages aber im Gnome Store ist der Support für Flatpaks mit eingebacken. Genau deswegen ist es auch nicht mehr der große Deal welche Distribution man im Endeffekt benutzt. Die Pakete findet man dank Flatpaks sowieso auf fast jeder Distribution. In Zukunft werden Distributionen sich dann wieder mehr durch Optik und eigene Themes und Eigenentwicklungen unterscheiden und gerade da schwimmt Ubuntu wieder oben mit.