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Open Source vs. Closed Source

Gefühlt hat man ja schon ziemlich häufig über diesen Vergleich gelesen. Ich würde aber mal behaupten, dass Open Source endgültig den Kampf gegen proprietäre Software gewonnen hat. Wie ich dazu komme? Mit der Umstellung von Microsoft’s Edge auf die Chromium Basis ist sicher nicht der Krieg gewonnen aber schon eine recht große Schlacht.

Es ist ja nicht irgendeine Software Firma die das jetzt ankündigt sondern quasi der große Antagonist von Open Source. Microsoft ist ja auch im Zusammenhang mit Open Source, für die Halloween Papers und für Aussagen von ehemaligen CEOs, bekannt, welche Open Source und Linux als Krebsgeschwür bezeichnet haben.

Open Source hat den Kampf gewonnen

Lang war der Weg aber Open Source hat den Kampf gegen proprietäre Software dennoch gewonnen. Angefangen mit der Patentiererei und den teils abstrusen Lizenzen im Bereich Software. Das fing ja schon in den 70-80er Jahren an, dass man sich fröhlich drauf los verklagt hat, wenn auch nur eine Zeile Code kopiert wurde. Generell hab ich zwar nichts gegen den Schutz geistigen Eigentums aber man muss auch immer im Hinterkopf behalten, wo die Menschheit derzeit stände, hätte es in frühster Antike schon Patente gegeben.

Die Griechen haben viele Dinge in der Mathematik eben nicht erdacht sondern aus Indien “importiert” und später wurde das von islamischen Gelehrten kopiert und verbreitet, sodass es eben bis heute Bestand hat. Jedes Mal bei 0 anfangen (Vorsicht Wortwitz) macht einfach keinen Sinn.

Die Rückkehr der Logik

Aktuell sind wir auf einem guten Weg im Bereich des gemeinschaftlichen Arbeitens. Microsoft hat einfach erkannt, dass es wenig Sinn macht einen eigenen Browser, bzw. dessen Unterbau, zu pflegen und wird in Zukunft auf dem Chromium Projekt aufsetzen.

Das kann man gut oder schlecht finden. Es ist aber sinnvoll, aus Sicht von MS sowie der Nutzer. Allein der Zuwachs an Browser Addons ist schon ein Gewinn.

Aber Microsoft ist mit der Einsicht nicht alleine. Es gibt aktuell noch andere Entwicklungen Richtung Open Source.

Open Source Treiber & Android

Denn auch die Treiber- und Updatepolitik von Android wird sich durch die Offenlegung der Treiber für die jeweiligen Geräte wesentlich verbessern. Egal ob die Updates dann weiterhin durch die Hersteller der Geräte geliefert werden oder ob man sich bei einer Custom Rom bedient, die eben auch gut funktioniert WEIL die Treiber einfach zugänglich sind.

Ich erinnere mich noch gut an die Situation mit dem Galaxy S II von Samsung und dem Update auf Android 4. Damals hat sich ein DEV von Cyanogen, welcher eben das Gerät gepflegt hat, darüber beschwert, dass es nur eine proprietäres Treiberpaket gäbe und das Erstellen eines funktionierenden Custom Rom auf Basis von Android 4 sich als schwierig gestalte.

Die Zeiten sind dank Project Treble und dem immer weiter Heranrücken an den Mainline Kernel hoffentlich bald vorbei. Dann sind Hersteller nämlich dazu verpflichtet, ihre Treiber in den Kernel mit einzupflegen, auch damit ein Update mit neuem (hoffentlich mainline) Kernel schneller und einfacher wird.

Open Source am Beispiel vom Android Open Source Project
“Das Android-Roboter-Logo wurde aus einer von Google erstellten und geteilten Arbeit reproduziert oder geändert und wird gemäß den Bedingungen der Creative Commons 3.0-Attributionslizenz verwendet.”

Open Source dank Firmen erfolgreich

Klar ist Open Source und/oder Free Software (eine genaue Trennung lass ich an der Stelle einfach mal weg), nicht nur durch die vielen Millionen Stunden freizeitlicher Arbeit erfolgreich geworden, sondern genauso durch die Verwendung für Projekte. Dass dabei die Firmen natürlich auch profitiert haben, ist ja ganz klar. Es gab zum Glück einfach Firmen, die das Potential von Open Source erkannt haben und es eben für sich genutzt haben.

Google steht da natürlich stelltvertretend, mit Projekten wie dem Chromium Projekt und dem Android Open Source Project. Mit Android haben sie, wenn man alle Endgeräte zusammenrechnet, auch schon Windows von Microsoft eingeholt. Wenn mans noch weiter zuspitzen möchte, würde ich sogar behaupte, dass mehr Menschen weltweit Linux und Open Source  benutzen als Windows, ob ihnen das bewusst ist oder eben nicht.

Für mich auch ein bemerkenswerter Schritt, war das Veröffentlichen, unter einer Open Source Lizenz, von Technologien seitens Tesla. Auch Elon Musk hat einfach die Zeichen der Zeit erkannt und setzt auf die Karte Open Source.

Proprietär ist tot

Einfach mal noch ne reißerische Überschrift zum Schluss. Für mich ist proprietäre Software schon länger tot, auch weil ich von Windows auf Linux umgestiegen bin (ist mittlerweile auch schon wieder 6 Jahre her), kein Adobe Produkt mehr nutze und selbst meine Cloudlösung mit Nextcloud einfach Open Source ist. Ich suche immer nach Open Source Alternativen und benutze fast nur noch freie Software. Unter anderem übrigens hier mit WordPress 5!