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Digitale Assistenten, Google Assistant und Open Source

Googles Keynotes, Android und der Google Assistant

Vor kurzem habe ich die Google Keynote angeschaut und es ist was passiert, was ich so nicht für möglich gehalten hatte. Ich habe eigentlich so gut wie jede Präsentation einer neuen Android Version mit Interesse verfolgt…sogar live…sogar nachts. Ich bin quasi dafür aufgestanden. Irgendwann trat aber so etwas wie eine Sättigung ein. Android ist zwar immer noch innovativ aber, zumindest gefühlt, nicht mehr so wie noch vor ein paar Jahren. Alles hat einen ziemlich guten und nutzbaren Stand erreicht. Modding und Roms sind Mainstream.

Doch bei der letzten Keynote vor kurzem, zeigte Google die Fortschritte beim seinem digitalen Assistenten. Wavenet, eine Tochter von Alphabet hat eine neue Form der Sprachsynthese entwickelt, bei der mittels Deep Learning menschliche Sprachverhalten nachgeahmt werden. Google Assistant hat quasi das „Äh“ gelernt, womit so mancher Fußballprofi gern mal seine Sätze um das doppelte streckt.

Das in Verbindung mit Duplex, also dem autonomen Telefonieren des Assistant, war eine Bombe. Alles bei der Keynote was davor oder danach kam, war schlicht Beiwerk. Der Assistant ist aktuell das heißeste Feature bei Android. Man wird nicht zufällig an Jarvis oder Friday, die Assitenten von Tony Stark erinnert. Auch weil der Assistant nun auch 6 neue Stimmen bekommen soll, unteranderem die von John Legend!

Google Assistant, Amazon Alexa und Co.

Was mich ein bisschen bei der ganzen Geschichte stört ist, dass im FOSS Bereich aktuell leider nichts gleichwertiges existiert. Google erzeugt da gerade so ein Momentum, dass ich es fast schade finde, den Assistant, auch aus Datenschutzgründen, nicht zu nutzen. Ich bin quasi auf Google Diät und habe immer mehr Apps vom Smartphone gekegelt. Bei der Suche ist jetzt DuckduckGo, ein alternativer Suchanbieter, am Start, Musik höre ich jetzt bei Deezer und Here Maps erledigt meine Navigationsaufgaben fast genauso gut wie Google Maps.

Dennoch: Wo ist die freie Alternative zu digitalen Assistenten wie Google Assitant und Amazon Alexa? I’m sorry MyCroft, i’m not looking at you!

Angesprochener Mycroft, ist ein freier digitaler Assistent, der sogar, in formschöner Verpackung oder eben spartanisch RPi-only, daherkommt. Generell ist seine Existenz positiv aber es gibt noch viel zu tun, um, wenn überhaupt möglich, zu Google aufzuschließen. Aktuell gibts leider nichts vergleichbares und irgendwie packt mich mal wieder der Technologie-Neid. Man hat das Gefühl, elementare Schritt des technischen Fortkommens zu verpassen, weil man eben konsequent ist.

Ich bin mal gespannt wie sich das in nächster Zeit entwickelt, aber so richtig Progress im Open Source Bereich werden wir wahrscheinlich nicht sehen.

Wie ist eure Meinung dazu? Kommentare gern unter dem Beitrag in meinen Likepages!