Computersicherheit nach Locky – Tipps von fragbenny

Viele Menschen wundern sich dieser Tage. Sie schalten den Computer ein, wollen an ihren Daten arbeiten und stellen fest, dass diese sich verändert haben. Statt den Urlaubsbildern, den Exceltabellen und anderen Dokumenten finden sie verschlüsselte Ordner vor. Computersicherheit rückt immer mehr in den Fokus. Die Bedrohung heißt Locky, Petya und Co.

Ein Kryptotrojaner hat Medien wie Bilder, Dokumente und andere Daten verschlüsselt. Er heißt Locky und ist die neuste Version so genannter Ransomware. Diese Trojaner erpressen Computernutzer, in dem sie Daten verschlüsseln und den Schlüssel gegen Geld anbieten. Das klingt fies, ist es auch leider, denn diese Daten lassen sich nicht mehr entschlüsseln. Wer jetzt kein Backup angelegt hat, kommt an seine Daten nicht mehr ran.

…grundlegende Fragen der Computersicherheit nach Locky

In solchen Momenten sollte man seine Strategien bezüglich Computersicherheit evaluieren. Habe ich Backups? Lege ich regelmäßig welche an? Ist mein Computer up to date oder klicke ich Updates weg, wenn sie mir angeboten werden? Bin ich mit Windows überhaupt noch sicher? Bei Windows XP und Vista muss die Antwort mittlerweile leider „nein“ lauten.

Warum nicht einfach mal Linux?

Windows ist, immernoch, der Marktführer unter den Betriebssystemen für Computer und Laptops. Das macht es automatisch zum Ziel von Angriffen. Dagegen kann man sich ‚zum Teil‘ auch schützen in dem man Windows gegen Linux eintauscht. Zu nennen wären da Versionen (im Linuxjargon Distributionen genannt) wie zum Beispiel Ubuntu oder Fedora.

Es sieht etwas anders aus, ist aber kostenlos und bringt direkt die wichtigsten Programme mit. Direkt nach Installation lässt es sich mit freier Software wie LibreOffice schreiben oder mit Brasero brennen. Auch Scannen und Drucken kann Ubuntu Linux direkt nach Installation.

Was ist mit Schadsoftware?

Antivirensoftware ist mit Ubuntu (und generell Linux) passé. Auch fallen Optimierungstools weg. Der Computer ist im besten Fall auch etwas schneller als unter Windows.

Bin ich dann zu 100% sicher?

Nein. Sicherheit hat sehr oft auch was mit den Personen zu tun, die die Gerätschaften bedienen. Schadsoftware nutzt häufig Eigenschaften von Menschen aus, um sich auf dem jeweiligen Computer zu installieren. Auch Schwachstellen gibt es unter Linux, diese werden aber in der Regel schneller gepatched als unter Windows oder MacOS.

Bei weiteren Fragen oder Anfragen für weitergehende Hilfe, zögern sie nicht mich darauf anzusprechen. Ich helfe dann gern weiter.

Ihr Computerfachmann in Bremen.

[Update] Nach Locky gibt es mittlerweile einen neuen Kryptotrojaner namens Petya, dessen Verschlüssung knackbar ist. Das heißt man hat gute Aussichten die verschlüsselten Daten wieder zugänglich zu machen. Bei weiteren Fragen, schreiben Sie mir gern eine Email oder rufen Sie mich an.