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Cloud

Cloud, ja, nein, vielleicht?!

Bitte sichern Sie Ihre Daten! Wenn es nach mir ginge auch, via der Cloud! Sehr oft stehe ich vor dem Problem Daten von einem defekten Gerät sichern zu müssen. Das funktioniert, kann aber zeit intensiv sein und es ist, vor allem vermeidbar. Sichern Sie wichtige Daten und Medien wie Fotos, Dokumente und Videos am besten redundant (doppelt). Das heißt sie legen eine Kopie auf einer einer externen Festplatte an und eine weitere über die Cloud.

Vorschläge für die sichere Cloud?!

Wo sind die Daten aber sicher und wo nicht? Das kann man pauschal nicht wirklich beantworten, generell empfiehlt es sich aber in Zeiten von staatlicher Überwachung, nicht mehr jedem Anbieter zu vertrauen. Auch sollte Verschlüsselung ein Thema sein. Am besten sogar bevor die Daten hochgeladen werden. Das lässt sich sowohl selber realisieren oder man verlässt sich dabei auf Dienste wie zum Beispiel Boxcryptor, MEGA oder SpiderOak.

Um monatlichen Zahlungen zu vermeiden empfehle ich auch Lima. Nicht ganz billig in der Anschaffung aber sehr einfach in der Einrichtung und Bedienung. Eine weitere aber wesentlich teuere Alternative ist der Homeserver, auch NAS genannt. Dieser bringt noch wesentlich mehr Fähigkeiten mit als das automatisierte Hochladen von Daten. Eine dritte Möglichkeit besteht in einem eigenes eingerichteten Server für Zuhause, der via Nextcloud betrieben wird. Auf diesem liefe, wenn ich ihn einrichten würde Ubuntu Linux und das angesprochene Nextcloud zum verwalten von Dateien, Kalender und Kontakten. Auch das automatische Hochladen von Handyfotos ist ohne weiteres möglich. Ein weiterer Vorteil eines self-made Servers ist die Flexibilität. Ungleich einer Lösung die es fertig zu kaufen gibt, kann man ein eigenes eingerichteten Mikroserver jederzeit anpassen, verändern und updaten.

Vorteil von allen genannten Diensten und Geräten ist, dass auch Daten vom Handy gesichert werden können, ganz ohne Kabel über die Cloud.

Update 2018 zum Thema Cloud

Mittlerweile ist zwischen dem Schreiben des Blogbeitrags etwas mehr Zeit vergangen. Das Internet entwickelt sich natürlich unaufhaltsam weiter und natürlich ist auch das Thema Cloud 2018 präsenter denn je. Mittlerweile benutze ich privat seit 2-3 Jahren NextCloud, was ich auch schon vorher empfohlen habe, auf einem so genannten Mikroserver von HP (Proliant) mit Ubuntu Linux. Diese Lösung ist zwar etwas kostenintensiver aber auf lange Sicht die bessere, gegenüber einem Abo-Modell bei den Großen Konkurrenten Microsoft mit OneDrive oder Googles One, ehemals Google Drive.

Auch ließe sich natürlich ein virtueller Server bei Anbietern wie Digital Ocean mieten, bei dem man via Droplet recht schnell einen LAMP Stack oder gleich den NextCloud Server aufsetzen kann. Das ist für mich noch realistisch, da weniger wartungsintensiv gegenüber einem eigenen Server zu Hause, aber auch etwas aufwendiger als die Abo-Lösung von Google, Microsoft, Apple und Co. Auch beim Preis muss man da genau hinschauen. Vorallem wenn man die Speicherkapazität in Gigabyte vergleicht. Vorteil Digital Ocean: Der Server lässt sich virtuell immer auch um Festplattenkapazität, Arbeitsspeicher oder CPU Kernen erweitern, ganz digital und unkompliziert natürlich.

Generell ändert sich aber nichts an meiner Haltung zum Thema Cloud. Für mich ist das neben einer sauberen Backupstrategie auch eine gute Möglichkeit, Daten zwischen Geräten einfach und schnell zu verteilen. So sind Daten vom heimischen Rechner auch vom Handy / Smartphone aus abrufbar.

Zu beachten ist dabei aber, wenn Daten auf einem der Geräte gelöscht werden, sind sie auf den anderen Gerätschaften natürlich auch weg. Das sollte immer auch bedacht werden. Dahingehend auch die Empfehlung, Daten in regelmäßigen Abständen gern nochmal auf eine Festplatte schieben, die eben nicht am Computer oder am Internet hängt.

Schlanke Cloudlösung statt wuchtiger Cloud

Für viele Einsatzzwecke lohnt sich übrigens der Blick auf Syncthing. Das ist eine Cloudlösung, bei der Daten zwischen Geräten ausgetauscht werden können, ohne einen Server dazwischen. Dabei spart man sich diesen eben ein, und zudem auch bares Geld. Nachteil: Die Endgeräte müssen zeitgleich eingeschaltet und im Internet sein, sonst ist kein Datenabgleich möglich.

Sind jetzt noch Fragen offen? Fehlt vielleicht ein Vergleich der Cloudanbieter? Dann gern via Mail bei mir melden. Ich suche auch gern die optimale Cloudlösung raus, damit wir das beste für Ihre Daten rausholen!